Lymphdrainage


Was ist das?
Diese Therapie sorgt dafür, dass übermäßige Lymphe, die für den Nahrungsaustausch unserer Zellen verantwortlich ist, wieder unserem Lymphgefäßsystem zuzuführen und so unserem Butgefäßsystem.
Da unsere Lymphgefäße sehr zarte Gefäße im Körper darstellen, reagieren diese nur auf sanfte, kreisende Bewegungen, die sich sehr angenehm auf der Haut anfühlen.

Wann wird Lymphdrainage durchgeführt?

1.Primäre Lymphödeme
In diesem Fall liegt eine Einschränkung im Aufbau des Lymphsystems selber vor. Beispielsweise können Lymphgefäße teilweise fehlen oder sie sind zu eng angelegt worden.
Das Zeichen einer gestörten Lymphgefäßfunktion ist eine Schwellung - ein Lymphödem.

2. Sekundäre Lymphödeme
Alles, was ein Lymphgefäßsytem verletzt, kann im ungünstigen Fall auch zu einer Schädigung und anschließend zu einem sekundären Lymphödem führen.
Dies können Quetschungen, Verrenkungen sein, aber auch Infektionen durch Bakterien, Viren, Pilze und Würmer, insbesondere in einigen tropischen Ländern.
In unserer westlichen Welt gehören zu den häufigsten Ursachen aber die Behandlungen nach bösartigen Tumoren.
Viele Krebszellen haben die Eigenschaft, über die Lymphgefäße in die nächstgelegenen Lymphknoten zu wandern, um Metastasen zu bilden. Daher ist es nicht nur notwendig den Tumor herauszuoperieren, sondern auch Lymphknoten aus dem betroffenen Gebiet zu entfernen und somit eine Schädigung des Lymphsystems in Kauf zu nehmen.
Durch das Herausschneiden der Lymphknoten wird der Lymphfluss unterbrochen.
Entfernt man Lymphknoten in der Achsel, wie es bei Brustkrebs oft der Fall ist, wird der Abfluss im Arm gestört. Wenn Lymphgefäße in der Leiste betroffen sind, wird dadurch der Abfluss im entsprechenden Bein und aus den Geschlechtsorganen beeinflusst.
Je nachdem, wie gut die Kompensation funktioniert und wie stark das Lymphsystem im Einzelnen belastet wird, sind unterschiedliche Entwicklungen möglich. So kann es sein, dass überhaupt kein Lymphödem entsteht.